Entzugsrisiko bei Alkohol prüfen
Versteh deine persönlichen Risikofaktoren für einen Alkoholentzug. Dieses Werkzeug hilft dir zu entscheiden, ob du ärztliche Hilfe brauchst.
Ein Alkoholentzug kann lebensgefährlich sein. Schwere Entzugserscheinungen wie Krampfanfälle und ein Delirium tremens (DT) können innerhalb von Stunden nach dem letzten Drink auftreten und brauchen sofort notärztliche Hilfe.
Dieses Werkzeug dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du gerade Entzugserscheinungen hast, wende dich sofort an medizinisches Fachpersonal.
Jetzt 911 anrufenKrampfanfälle oder ein DT in der Vorgeschichte bedeuten ein hohes Risiko für einen lebensgefährlichen Entzug. Versuch nicht, ohne ärztliche Aufsicht aufzuhören.
Nach deinen Antworten liegen deine Risikofaktoren im unteren Bereich. Mit guter Begleitung und Beobachtung kann das zu Hause gehen.
Ein Zwischenstand von 4 von 21 aus den vier gewerteten Fragen. Das ist ein Hinweis zur Einordnung, kein klinischer Wert — wie schwer ein Entzug ist, wird persönlich eingestuft, mit Instrumenten wie CIWA-Ar.
Phase 1: 6–24 Stunden
Frühe Symptome, die innerhalb von Stunden nach dem letzten Drink auftreten können:
- Angst, Nervosität, Gereiztheit
- Leichtes Zittern (zittrige Hände)
- Kopfschmerzen
- Übelkeit, kein Appetit
- Schlaflosigkeit, schlechtes Einschlafen
- Schwitzen, erhöhter Puls
Phase 2: 24–72 Stunden — höchstes Risiko
Das ist der gefährlichste Zeitraum. Schwere Symptome brauchen sofort ärztliche Hilfe.
- Krampfanfälle — am häufigsten 24–48 Stunden nach dem letzten Drink
- Delirium tremens (DT) — Verwirrtheit, Halluzinationen, Fieber, rasender Puls
- Schweres Zittern am ganzen Körper
- Starkes Schwitzen, hoher Blutdruck
- Halluzinationen beim Sehen oder Hören
- Extreme Unruhe und Orientierungslosigkeit
Ein DT tritt bei etwa 3–5% der Entzüge auf und endet ohne Behandlung in bis zu 37% der Fälle tödlich.
Phase 3: 72 Stunden – 7 Tage
Die Symptome bessern sich meist, können aber bleiben:
- Angst und Zittern lassen nach und nach nach
- Der Schlaf bleibt eine Weile gestört
- Stimmungsschwankungen und dünne Haut
- Erschöpfung und wenig Energie
- Leichte Denkprobleme (Konzentration, Gedächtnis)
Phase 4: protrahiert — Wochen bis Monate
Ein protrahiertes Entzugssyndrom (PAWS) kann Wochen bis Monate dauern:
- Angst und Niedergeschlagenheit, die kommen und gehen
- Gestörter Schlaf und sehr lebhafte Träume
- Stress ist schwerer zu handhaben
- Verlangen, das mal stärker und mal schwächer ist
- Gefühlstaubheit oder sehr heftige Reaktionen
- Ein Nebel im Kopf, der sich nach und nach lichtet
Diese Symptome gehören dazu, während dein Gehirn heilt. Sie sind vorübergehend und werden mit Zeit, Unterstützung und guten Gewohnheiten besser.
Was du tun kannst
- Denk eher ans langsame Ausschleichen als an einen abrupten Stopp — 1–2 Drinks pro Tag weniger
- Trink genug und iss ausgewogen. B-Vitamine und Elektrolyte sind besonders wichtig
- Hab in den ersten 48–72 Stunden jemanden bei dir, der auf deinen Zustand achtet
- Meide andere Substanzen, auch Koffein — es kann die Angst verstärken
- Wenn die Symptome über leichtes Unwohlsein hinausgehen, wende dich sofort an medizinisches Fachpersonal
- Ruf zur Orientierung die Helpline der SAMHSA an: 1-800-662-4357
Geh sofort in die Notaufnahme, wenn
Jedes dieser Symptome braucht sofort notärztliche Hilfe.
- Krampfanfälle oder Zuckungen jeder Art
- Dinge sehen, hören oder fühlen, die nicht da sind (Halluzinationen)
- Schwere Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit
- Fieber über 38°C (100.4°F)
- Rasender oder unregelmäßiger Herzschlag
- Unkontrollierbares Zittern
- Atemnot
- Schmerzen in der Brust
- Bewusstlosigkeit
- Extreme Unruhe oder gewalttätiges Verhalten
SAMHSA-Helpline
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